Aktuelles

Öffentliche Veranstaltung zum Thema Griebnitzsee mit den Kandidaten für das Amt des Potsdamer Oberbürgermeisters

Im September 2018 wird in Potsdam einer neuer Oberbürgermeister gewählt. Im Vorfeld haben wir als Verein Griebnitzsee für Alle e.V.  Kandidatinnen und Kandidaten für dieses Amt zu einer Veranstaltung unter dem Motto: "Wer macht das Ufer wieder frei?" eingeladen?"  Die fünf eingeladenen Kandidatinnen und Kandidaten haben zugesagt am Montag den 27.8. um 20 Uhr ins Hotel am Griebnitzsee zu kommen.Eine thematische Einführung wird durch die Chefin des Potsdamer Rechtsamtes Frau Karin Krusemark gegeben werden. Kommen Sie zahlreich und stellen Sie den Kanditaten Fragen zum Griebnitzseeufer!  Hierunter finden Sie - etwas gekürzt - das Einladungsschreiben, das wir an die OB Kandidaten verschickt haben.

Sehr geehrte Kandidaten und Kandidatinnen um das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Potsdam,

Liebe Frau Armbruster, Frau Trauth, Herr Boede, Herr Friedrich, Herr Schubert,

Seit mittlerweile neun Jahren wird der Uferweg am Griebnitzsee durch einige Anrainer unterbrochen. Die Stadt Potsdam verfolgt seit der Wende den Plan eines öffentlichen Uferparks und eines durchgehenden öffentlichen Weges am Griebnitzsee.
Aktuell ist die Begehbarkeit des Ufers und ein durchgängiger Weg nur auf der Berliner Seite des Sees realisiert.
Die Stadtverordnetenversammlung Potsdams hat im Jahr 2012 - und nach einer notwendigen Änderung erneut im April 2016 - mit großer Mehrheit einen Bebauungsplan verabschiedet, der einen Uferweg und die Möglichkeit zur Errichtung privater Stege und Bootshäuser vorsieht. Gegen diesen Bebauungsplan gibt es circa 20 Klagen von Anrainern. Eine gerichtliche Entscheidung ist bisher nicht getroffen, da mittlerweile seit vier Jahren versucht wird durch eine Mediation eine Einigung zwischen der Stadt Potsdam und den klagenden Anrainern herzustellen. Das Mediations- Verfahren muss inzwischen als gescheitert angesehen werden.
Die Empörung darüber, dass es häufig dieselben Personen sind, die gegen den Bebauungsplan – und damit gegen den öffentlichen Weg - klagen und andererseits auf Grundlage dieses Bebauungsplans bereits ihren Bootshäuser gebaut haben, ist groß.
Hoffnung gibt es inzwischen, dass zumindest auf dem Abschnitt zwischen der s.g. Stalin Villa an der Karl-Marx-Straße und dem Babelsberger Park, ein Segment des Weges wieder geöffnet werden kann.
Erfreulich ist außerdem, dass es der Stadt Potsdam 2011 gelungen ist, zahlreiche Grundstücke von der Bundesrepublik Deutschland zu erwerben und damit jetzt die Hälfte der Ufergrundstücke zu besitzen. Artikel 40 der Brandenburgischen Verfassung, nach dem der Zugang zur Natur für alle Bürger gewährleistet ist, kann auf diesen Flächen bereits gelebt werden.

Das Thema Griebnitzsee wird wie schon vor 8 Jahren im Wahlkampf eine Rolle spielen und für jeden Potsdamer Oberbürgermeister in den nächsten Jahren weiter auf  der Agenda stehen.
Wir möchten Sie als Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt daher zu einer Diskussions-Veranstaltung mit interessierten Bürgern einladen.

Mit freundlichen Grüßen

 

Dr. Walter Raffauf

Vereinsvorsitzender von Griebnitzsee für Alle e.V.

 

Vorschlag des Mediators

Der Stadt Potsdam liegt ein Vorschlag des Mediators Prof. Ortloff im Mediationsverfahren um eine außergerichtliche Einigung im Zusammenhang mit den Klagen von Seeanrainern gegen den Bebauungsplan Griebnitzsee (B-Plan 125) vor. Demnach würde der B-Plan von den Klägern anerkannt werden, wenn die Stadt Potsdam ihren Verzicht auf das Ergreifen von Zwangsmaßnahmen zur Durchsetzung eines durchgehenden öffentlichen Uferweges am Griebnitzsee erklärt. Dieser Vorschlag ist absurd und kann unmöglich Ergebnis jahrelanger Mediationsbemühungen sein. Auf diesen Kuhhandel darf die Stadt Potsdam sich nicht einlassen. Im Ergebnis hätten die Kläger damit alles erreicht und die Öffentlichkeit nichts gewonnen. Bereits jetzt konnten die Anlieger Bootshäuser und Bootsstege auf Grund des B-Plans 125 errichten. Wenn dann auf die Durchsetzung eines öffentlichen Uferweges verzichtet würde, wäre die Rosinenpickerei durch die Kläger perfekt. Diese Mediation war das Geld und die Geduld nicht wert, die sie den Steuerzahler gekostet hat. Aus unserer Sicht stellte bereits das langwierige B-Planverfahren eine institutionalisierte Form der Mediation dar:  Die Stadt Potsdam und alle Seeanrainer einzeln konnten ihre Interessen einbringen. Im Ergebnis konnten alle privaten Kläger bereits ein Bootshaus oder einen Bootssteg bauen, auch wenn es auf ihrem Grundstück hierfür nicht in jedem Fall ein historisches Vorbild gab. Die Stadt Potsdam hat allerdings bisher keinen durchgehenden Uferweg realisieren können, obwohl sie diesen bereits seit der Wende 1989 plant!   Als gemeinnütziger Verein "Griebnitzsee für Alle e.V." fordern wir die Stadt Potsdam auf das Mediationsverfahren sofort zu beenden und das OVG Berlin-Brandenburg über die Klagen gegen den B-Plan entscheiden zu lassen.

Achtung: Beteiligung der Öffentlichkeit am Bebauungsplan Karl-Marx-Straße/nördlicher Griebnitzsee noch bis zum 22.12. 2017 !

An alle Unterstützer eines öffentlichen Uferweges am Griebnitzsee,

Die Stadt Potsdam rückt ihrem Ziel eines durchgehenden Uferweges am
Griebnitzsee auf der Potsdamer Seite ein Stück näher. Für ein Teilstück des
Ufers zwischen der Karl-Marx-Straße 27 (Villa Herpich, Stalinvilla) und dem
Theodor Fliedner Heim am westlichen Ende des Griebnitzsees hat die Stadt
einen neuen Bebauungsplan mit der Nummer 153 aufgelegt. In der textlichen
Festsetzung äußert sie die Zuversicht, in dem genannten Abschnitt in
absehbarer Zeit wieder einen durchgehenden Uferweg realisieren zu können.

Der Plan ist im Detail unter [www.Potsdam.de](http://www.Potsdam.de)
einzusehen. Bis zum 22. Dezember 2017 läuft die frühzeitige Beteiligung der
Öffentlichkeit. Bis zu diesem Datum werden schriftliche Stellungnahmen
unter der E-Mail-Adresse Bauleitplanung@Rathaus.Potsdam.de
entgegengenommen.

67 % der Flächen in diesem Abschnitt sind im Besitz der Stadt Potsdam, der
Rest ist im Privatbesitz. Als Verein Griebnitzsee für Alle e.V. plädieren
wir dafür, dass sämtliche Flächen deren Eigentümerin die Stadt ist, auf
Dauer für eine öffentliche Nutzung geöffnet bleiben. In diesem Sinne lautet
auch die Stellungnahme des Vereins, die Sie in der Anlage finden. Bezüglich
des Wegeverlaufes sprechen wir uns für die städtischen Flächen für eine
Beibehaltung des Uferweges auf der Trasse des ehemaligen Postenweges aus.
Dort, wo der Weg über private Grundstücke verläuft, haben wir den von der
Stadt vorgeschlagenen Wegeverlauf nicht kommentiert.

Wir möchten gern dazu aufrufen, möglichst auch persönliche Stellungnahmen
einzureichen, um das anhaltende öffentliche Interesse an einem offenen
Uferweg am Griebnitzsee zu zeigen. Bitte beachten Sie die Frist 22.12.!

In der Einwohnerfragestunde der Stadtverordnetenversammlung vom 6. Dezember
haben wir den Oberbürgermeister als Verein zum Fortgang der Mediation und
der Wahrnehmung von Vorkaufsrechten am Ufer befragt. Auf der
Internetseite der Stadt Potsdam kann seine Antwort im life-stream der
Stadtverordnetenversammlung vom 6. Dezember angesehen werden. Herr Jakobs
hat außerdem zugesichert, dass die Stadt beim Verkauf von Grundstücken am
Seeufer ihr Vorkaufsrecht jeweils wahrnehmen wird, um den Uferweg zu
sichern.

Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel eines durchgehenden Uferweges
am Griebnitzsee erreichen werden. Taktik derjenigen, die dies nicht
möchten, ist immer wieder zu verbreiten, dass die Sache ohnehin verloren
sei. Dies ist falsch. Die Stadt hat mit großen Aufwand einen neuen
Bebauungsplan (125) aufgestellt und verabschiedet, der die Bedenken des
Oberverwaltungsgerichtes aus dem Jahr 2009 aufgegriffen und eingearbeitet
hat. Vor Erstellung des Plans ist jeder einzelne Anrainer des Ufers gehört
worden und konnte seine Vorstellungen einbringen. Mit denjenigen, die gegen
den Bebauungsplan klagen, obwohl er ihnen schon die Errichtung von
Bootshäusern und Stegen ermöglicht hat, wurde im Rahmen einer Mediation
mittlerweile über vier Jahre ergebnislos verhandelt. Ich denke, dass die
Stadt Potsdam und die Potsdamer Öffentlichkeit einer Entscheidung des
Oberverwaltungsgerichtes gelassen entgegensehen kann.

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für eine friedliche
Weihnachtszeit

Walter Raffauf, 1. Vorsitzender des Vereins

Tag des offenen Denkmals am Sonntag 10.9.2017

Unter dem Motto: Denk mal: Offenes Ufer! zeigen wir zum Tag des offenen Denkmals am Ufer des Griebnitzsees aktuelle und historische Videoaufnahmen des Griebnitzseeufers aus der Vogelperspektive, erläutern den Bebauungsplan der Stadt Potsdam und präsentieren eine kleine Fotoausstellung zum Uferweg am Griebnitzsee. Zeit: Sonntag 10.9.2017 12:00 Uhr, Ende 17:00 Uhr. Ort: Unterhalb des Stichweges zwischen der Virchowstraße 5 und 7 .  Für Kaffee ist gesorgt. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

 

Osterfeuer 2017

Das diesjährige Osterfeuer des Vereins Griebnitzsee für alle e.V. findet am Karsamstag, den 15.4.2017 statt. Wie in den vergangenen Jahren treffen wir uns unterhalb des Hauses des Bauindustrieverbandes (Stalinvilla, Karl-Marx-Straße 27), zu erreichen über den Stichweg an der Ecke Karl-Marx/Behringstraße.
Beginn ca. 19 Uhr

Bei der Gelegenheit gibt es neue Informationen zum Stand der Bemühungen der Stadt Potsdam zur Durchsetzung ihrer Pläne für einen durchgehenden offenen Uferweg am Griebnitzsee.
Getränke, Aufkleber und Banner des Vereins können gegen eine Spende an die Vereinskasse erworben werden.

wir freuen uns auf Ihr Kommen!

OB Jakobs kündigt einen Lösungsvorschlag für den Griebnitzsee an

PNN vom 15.3.2017: Für seine verbleibende Amtszeit kündigte Jakobs an, einen Lösungsvorschlag im seit Jahren stockenden Konflikt um das Griebnitzsee -Ufer zu machen.... Wir sind gespannt!

2.12. 2016 Potsdam will Uferweg öffnen

Potsdam will gesperrten Uferweg öffnen

Die Stadt Potsdam will im Zusammenhang mit einem Verwaltungsneubau für die Hasso-Plattner-Stiftung einen Teil des gesperrten Uferwegs am Babelsberger Griebnitzsee öffnen. Dafür soll für den nördlichen Abschnitt entlang der Karl-Marx-Straße zwischen Allee nach Glienicke und Bergweg ein eigener Bebauungsplan verabschiedet werden.

Potsdam/Babelsberg. Ein Verwaltungsneubau der Hasso-Plattner-Stiftung könnte auch den Weg für eine teilweise Öffnung des blockierten Uferwegs am Griebnitzsee bahnen. Das Rathaus plant dafür einen eigenen Bebauungsplan für den nördlichen Uferabschnitt entlang der Karl-Marx-Straße von der Allee nach Glienicke bis zur Einmündung des Bergwegs in Höhe der Grundstücke Karl-Marx-Straße 27 und 28.

Aktuell gilt für diesen Bereich der Ende 2012 in Kraft getretene Bebauungsplan Nr. 125. Mit dem neuen Bebauungsplan Nr. 153 „Karl-Marx-Straße/Nördlicher Griebnitzsee“ besteht nach Mitteilung der Verwaltung die „Möglichkeit“, die „streitige Situation mit Grundstückseigentümern um einen durchgängigen Uferweg zumindest in einem Teilbereich zu beenden“. Aktuell sind laut Stadt die Uferabschnitte Karl-Marx-str. 32 sowie Karl-Marx-str. 28/29 gesperrt. Ein dazwischenliegender, der Stadt gehörender Abschnitt sei als „gefangenes“ Grundstück derzeit ebenfalls nicht zugänglich.

Die Hasso-Plattner-Stiftung plant nach Mitteilung der Stadt einen Neubau für ihren Verwaltungssitz – nach MAZ- Informationen nahe dem Studienseminar des Bildungsministeriums, etwa gegenüber der Einmündung Spitzweggasse –, weil am aktuellen Standort am Wissenschaftscampus Griebnitzsee der Platz knapp wird. Dort stünden „kurzfristig umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen“ für die „dort vorhandenen Wissenschafts und Forschungseinrichtungen“ an.

Mit dem neuen Bebauungsplan soll einerseits eine als Kompromiss mit den privaten Uferanrainern geänderte Wegführung ermöglicht werden. Er sei zudem Voraussetzung für die mit dem Neubau „gewünschte städtebauliche Entwicklung“. (Märkische Allgemeine Zeitung vom 2.12.16)

Sept. 2016: Projekt Umgehung der Sperren: "Der stählerne Uferweg"

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Der Verein „Griebnitzsee für alle“ e.V. will mit zwei je 30 Meter langen Brücken die Sperrgrundstücke am Ufer umgehen. Die Kosten dafür sind beachtlich - und sollen über ein Crowdfunding gesammelt werden.

Babelsberg - Spazierengehen am Ufer des Griebnitzsees, von der Berliner Stadtgrenze bis zum S-Bahnhof: Was derzeit noch von sperrenden Anrainern verhindert wird, will der Verein „Griebnitzsee für alle“ binnen eineinhalb Jahren möglich machen. Der Verein plant den Bau von zwei je 30 Meter langen Brücken, mit denen zwei gesperrte Ufergrundstücke in der Stubenrauchstraße umgangen werden sollen. Damit würden auf einen Schlag rund 600 Meter des Uferwegs wieder erlebbar sein, sagte Architekt Holger Sack am Freitag den PNN. Sack, der selbst Mitglied der Initiative ist, hat für das Projekt den Entwurf geliefert. Am Sonntag soll er beim Tag des offenen Denkmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Die Brücken sollen vom Ufer aus über Treppen zu erreichen sein, die gleichzeitig auch die Widerlager der Bauwerke bilden, erklärte der Architekt. Die eigentlichen Brücken verlaufen dann jenseits der gesperrten Grundstücke über dem Wasser – in einer Höhe von dreieinhalb Metern über der Wasserfläche, damit die Anrainer mit ihren Booten darunter hindurch fahren können. Der Ausblick der Eigentümer auf den See werde auch nicht gestört, weil die Villen wegen des steilen Uferhangs viel höher liegen als die Brücken, so Sack. Geplant sei eine Stahlkonstruktion aus standardisierten Einzelteilen, um die Kosten im Rahmen zu halten.

Geplante Kosten: 150.000 Euro

Dennoch sind diese ganz beachtlich. Auf rund 150 000 Euro schätzt Sack den Finanzierungsbedarf – pro Brücke. Das Geld soll über sogenanntes Crowdfunding gesammelt werden. Diese Art der Kapitalbeschaffung findet hauptsächlich über das Internet statt und wendet sich an alle am Projekt Interessierten, die sich dann in unterschiedlichster Höhe daran beteiligen können.

Die Leistungen bis zur Baureife will der Verein selbst erbringen. Es gebe jede Menge Mitglieder, die in der Baubranche tätig sind und Dinge wie die statischen Berechnungen, die Baugrunduntersuchung oder die Vermessung in Eigenleistung erledigen können und wollen, sagte der Architekt. Je nach Fortgang der Spendensammlung könnten die Brücken womöglich bereits 2017 fertig sein und anschließend bei entsprechender Wartung zehn bis 15 Jahre stehen, sagte Sack.

Sind die Brückenpläne mit den Vorgaben des Bebauungsplans vereinbar?

Zuvor müssen allerdings noch ganz andere Hürden überwunden werden. Denn noch ist unklar, ob die Brücken mit den Vorgaben des Bebauungsplans für das Griebnitzseeufer vereinbar sind. Das Planwerk, das dafür sorgen soll, dass der Uferweg eines fernen Tages wieder in Gänze öffentlich zugänglich ist, wird wie berichtet von 22 Anrainern juristisch angefochten. Man habe die Brückenpläne bereits im Rathaus vorgelegt, sagte Vereinschef Walter Raffauf. Auch mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt sollen Gespräche geführt werden. Bei der Bauverwaltung gab man sich skeptisch: Generell sei die Stadt während des laufenden Mediationsverfahrens bestrebt, „nicht Auseinandersetzungen zuzuspitzen, sondern Konsensmöglichkeiten auszuloten“, so Stadtentwicklungschef Andreas Goetzmann. Deshalb sei eine tiefergehende Bewertung und Risikoabschätzung noch nicht erfolgt.

Bereits vor sechs Jahren hatte es einen vergeblichen Anlauf zur Überbrückung der gesperrten Ufergrundstücke in der Stubenrauchstraße gegeben. Die Stadt hatte damals prüfen lassen, ob man die fraglichen Abschnitte mit einer rund 55 Meter langen Ponton-Brücke umgehen könne. Allerdings war diese Lösung verworfen worden – sie war zu teuer.

Tag des offenen Denkmals 2016

Am Tag des offenen Denkmal am kommenden Sonntag, dem 11.9.2016, will der Verein "Griebnitzsee für Alle e.V." die Denkmäler am Griebnitzsee für die Öffentlichkeit vom Wasser aus erlebbar machen.

Von 12 bis 17 Uhr organisieren wir Floß/Bootsfahrten entlang des Potsdamer Griebnitzseeufers. Wir starten unterhalb des Bahnhofs Griebnitzsee. Auf dem Wasser werden Erläuterungen zu den denkmalgeschützten Villen und ihrer Geschichte gegeben. Am Ufer haben wir ab 12:30 einen Stand, um über den Uferweg am Griebnitzsee zu informieren.
Bis zur vollständigen Umsetzung des Bebauungsplans und der Anlage einse durchgehenden Uferweges, wird noch etwas Zeit vergehen. Es gibt deshalb Ideen für eine Zwischenlösung. Diese werden wir hier präsentieren.

Die Besitzer der Seevillen haben auf der Basis des Bebauungsplans mit Genehmigung der Stadt ihre Stege und Bootshäuser bereits gebaut. Zeit also, dass es auch für einen durchgehenden öffentlichen Uferweg einen deutlichen  Schritt voran geht. Dafür rechnen wir mit der gleichen Unterstüztung der Stadtplaner, die den Seeanrainern zuteil wurde.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen am 11. September. Wer sich mit eigenem Wasserfahrzeug beteiligen möchte, ist willkommen.

Bis dahin viele Grüße

Sommer 2016

2015/2016  Errichtung zahlreicher Bootshäuser am Ufer.  Einige der Personen, die Normenkontrollklagen gegen den Bebauungsplan der Stadt führen, weil sie keinen öffentlichen Uferweg wollen, lassen sich auf der Grundlage eben dieses Plans Genehmigungen für den Bootshausbau geben.
Fazit: der Bebauungsplan ist noch nicht rechtskräftig, die Kläger haben schon bekommen, was sie wollen, nämlich Stege, Bootshäuser und den Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Stadt Potsdam hat noch nichts, insbesondere keinen Uferweg.
Die Baubehörden gerieren sich als reine Genehmigungsinstanzen. Das Wort "Bauaufsicht" nehmen sie offenbar nicht ernst!
Das Mediationsverfahren kommt nicht von der Stelle.

10 Jahre Griebnitzsee für alle e.V.

Wofür „Griebnitzsee für Alle“ seit nunmehr zehn Jahren kämpft

Vor zehn Jahren wurde der Verein der Initiative „Griebnitzsee für Alle“ gegründet. Damals musste die Stadt Potsdam hinnehmen, dass vor Gericht entschieden wurde, dass nicht sie, sondern die Bundesrepublik Deutschland Eigentümerin des Uferstreifens am See mit dem auf ihm laufenden Patrouillenweg der Grenztruppen war. Kurz darauf begann die Oberfinanzdirektion Cottbus in erstaunlicher Geschwindigkeit, im Besitz des Bundes befindliche Grundstücke am Wasser an private Oberlieger zu verkaufen. Ergebnis war, dass der Uferweg, der zu DDR Zeiten dazu angelegt war, die Grenze zu sichern und nach der Wende zu einem Symbol der wiedergewonnen Freiheit geworden war, zum Teil auf privatem Grund zu liegen kam. In der Folge wurde der Weg dann von einigen, bei Weitem nicht allen, neuen Besitzern abgesperrt. Die seit 1990 bestehenden Planungen der Stadt Potsdam, den ehemaligen Grenzstreifen zu einem Erholungsgebiet für die Bevölkerung zu machen, wurden hierdurch erheblich gestört. Die Stadt Potsdam hat, nachdem ein erster Bebauungsplan nicht rechtskräftig werden konnte, inzwischen einen neuen Plan aufgestellt, der einen mühsam erarbeiteten Ausgleich zwischen privaten und öffentlichen Anliegen darstellt. Fazit: 1. Es wird einen durchgehenden öffentlichen Uferweg geben 2. Jeder Anrainer, der dies möchte, bekommt die Genehmigung für einen Steg oder ein Bootshaus. Auch gegen diesen Plan wurde von einer Reihe von Anliegern Klage vor dem Oberverwaltungsgericht erhoben, die partout keinen Weg über ihr Grundstück wollen. Im Moment gibt es ein Mediationsverfahren, obwohl es nichts zu mediieren gibt. Zwischen „Weg Ja“ oder „Weg Nein“ gibt es kein Mittelding. Am Ende springen diejenigen, die den Weg nicht wollen, über ihren Schatten und bauen die Sperren ab, oder es muss für einen öffentlichen Weg enteignet werden.

Was haben zehn Jahre Vereinsarbeit, zahlreiche Informationsveranstaltungen, Radio- und Fernsehinterviews, Zeitungsartikel, Unterschriftenaktionen und Gespräche mit Politikern gebracht – und wo stehen wir heute auf dem Weg zu einem Weg am Griebnitzsee und in der Diskussion um den Umgang mit Seeufern in Potsdam und anderen Regionen?

„Griebnitzsee für Alle“ war der Name, der damals das Rennen bei der Namenssuche unter den Gründungsmitgliedern gemacht hat. Das war offenbar eingängig und inspirierend. Danach las man auch „Spreeufer für Alle“ und „Zürisee für Alle“. In Kreuzberg-Friedrichshain gibt es mittlerweile einen durchgehenden Weg an der Spree. In Zürich gibt es eine Bewegung für einen öffentlichen Weg am Ufer. Das abschreckende Beispiel, dass die Grundstückseigentümer am Griebnitzsee durch die Sperrung des Weges gegeben haben, wurde durch „Griebnitzsee für Alle“ in die Öffentlichkeit getragen. In anderen Gemeinden Brandenburgs wurde es als Alarmsignal perzipiert, das rasche Entscheidungen im eigenen Sprengel katalysierte. Durch aktives Handeln von Bürgern und Lokalpolitikern, die „keine Zustände wie am Griebnitzsee“ wollten, konnten andernorts rechtzeitig Weichen für eine öffentliche Nutzung von Seeufern zum Wohle aller geschaffen werden.

In Potsdam wird die Stadt redundant gescholten, die Sache vermasselt zu haben. Mag sein, dass einiges anfangs nicht optimal gelaufen ist, nach der Wende gab es vielleicht noch drängendere Probleme. Inzwischen stehen jedoch nahezu alle Entscheidungsträger im Rathaus und in der Stadtverordnetenversammlung hinter einem entschlossenen Vorgehen für einen öffentlichen Uferweg: Es wurde mit großer Sorgfalt ein neuer Bebauungsplan auf den Weg gebracht. Die Stadt Potsdam hat sich 2011 durch den Erwerb zahlreicher Grundstücke am See zum größten Eigentümer Griebnitzseeufer gemacht. Es wurden Finanzmittel für die kommenden Jahre eingeplant. Es geht um eine Investition in die Zukunft einer wachsenden Stadt und um die Frage, wie ein Gemeinwesen mit einigen wenigen umgeht, die das Recht auf Eigentum um jeden Preis durchsetzen müssen. Dabei schneiden sie nicht nur allen anderen den Weg am Wasser ab, sondern zuallererst sich selbst.

Waren Sie schon mal an der Côte d'Azur? Dort gibt es keine Privatgrundstücke am Wasser. Die Region boomt gerade deswegen. Grundlage ist das Ufergesetz Frankreichs (La Loi Littoral). Auch in Skandinavien ist es selbstverständlich, dass man ans Wasser kommt. Hierfür sorgt zum Beispiel in Norwegen das sogenannte Allemansrätten, zu Deutsch: Jedermansrecht. Man sieht: Ein exklusives Nutzungsrecht von Seeufern ist nicht zeitgemäß, besonders in einer Stadt, deren Bevölkerung stark zunimmt und die nicht nur neue Schulen braucht, sondern auch einen wachsenden Bedarf an Platz hat, auf dem man sich von der Schule erholen kann.

Im Fall des Uferweges am Griebnitzsee kommt außerdem die deutsche Geschichte und das Unesco Weltkulturerbe ins Spiel. Aus Berlin gelangte man über den S-Bahnhof Griebnitzsee bis zur Sperrung des Weges 2005 wunderschön am Wasser entlang in den Babelsberger Park und die Potsdamer Schlösserlandschaft. Warum verhindert eine Handvoll Grundstücksbesitzer, dass dies weiter möglich ist?

Durch den Griebnitzsee verlief die Grenze zwischen Ost und West. Die Babelsberger, die zu DDR-Zeiten hier wohnten, durften das Wasser nicht sehen, geschweige denn hineinspringen. Der Weg, über den die Truppen der DDR patrouillierten, wurde nach der Grenzöffnung zu einem Symbol der gewonnenen Freiheit. Vom Guten des Schlechten sozusagen. Warum verhindert eine Handvoll Eigentümer, dass man hier weiter entlanggehen und Geschichte verstehen lernen kann?

Ich denke, dass eine Stadt wie Potsdam dies nicht tolerieren darf und dass es ihr schaden würde, wenn sie sich damit abfände. Deshalb sind wir als Streiter für einen offenen Uferweg glücklich darüber, dass es einen Bebauungsplan mit einem Uferweg gibt und die Stadtverwaltung, allen voran der Oberbürgermeister, aber auch viele Politiker aller Parteien kämpferisch für die Durchsetzung eines Uferweges sind, im Interesse aller. Wir sind also optimistisch und sehen es nur noch als eine Frage der Zeit an, dass wir gemeinsam erfolgreich sind.

Der Autor ist Arzt und seit Gründung der Bürgerinitiative „Griebnitzsee für Alle“ Sprecher derselben.

Diverse Aktionen der Initiative

Wege über den Griebnitzsee...

Offener Brief an den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages 2/2011

Sehr geehrte Damen und Herren Mitglieder des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages,                                                

am 9. Februar d.J. werden Sie sich erneut mit dem Verkauf der restlichen bundeseigenen Grundstücke am Griebnitzsee, dem ehemaligen Mauerstreifen der innerdeutschen Grenze und des Postenwegs der DDR-Grenztruppen befassen.

Bereits 1996 legte ein Vertrag zwischen der Bundesvermögensverwaltung unter Finanzminister Dr. Theodor Waigel und der Stadt Potsdam die Nutzung des ehemaligen Postenweges als Uferwander- und –radweg fest. Bitte unterstützen Sie die Vollendung dieses Vorhabens im Sinne einer kontinuierlichen und verlässlichen Politik.

Wir, Bürger Potsdams, Berlins und Brandenburgs, bitten Sie in diesem entscheidenden Tagen eindringlich, sich für einen Verkauf der Uferflächen an die Stadt Potsdam mit dem Ziel einer öffentlichen Nutzung einzusetzen!

Helfen Sie, die Spuren deutscher Geschichte am Griebnitzsee erlebbar zu erhalten.

Im Dickicht juristischer Streitigkeiten droht der Blick für das Wesentliche verloren zu gehen. Tatsächlich geht es darum, einen unwiederbringlichen und schmerzlichen Verlust für die Öffentlichkeit zu verhindern.

Für Menschen aus unserer Region und aus allen Teilen Deutschlands und der Welt sichern Sie

  1. einen einzigartigen historischen Standort  –  auch in Gedenken an die Mauer und das Potsdamer Abkommen,
  2. einen wesentlichen Zugang zur Schlösser- und Seenlandschaft Berlins und Potsdams (UNESCO Weltkulturerbe),
  3. einen auch wirtschaftlich bedeutsamen touristischen Magneten,
  4. einen Ort großen Freizeitwertes und familienfreundlicher Lebensqualität sowie -
  5. und dies ganz besonders  –  ein verbindendes Symbol wiedergewonnener Freiheit.

Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete, unterstützen Sie bitte das Bundesfinanzministerium beim Verkauf der Ufergrundstücke am Griebnitzsee an die Stadt Potsdam  –  zum Wohle der Bevölkerung der Region und seiner zahlreichen nationalen und internationalen Besucher.

Ihre

Susanne Ahlefelder-Potthast - Abeer Alkibsi - Susanne Appel - Hans Arendt - Stefan Arndt - Stephan Aris - Jeannine Aris - Antje Bahr - Joachim Becker - Prof.  Dr. Steffen Behrens - Ole Bemmann - Ute Bernhardt - Dr. Sabine Beutner - Prof. Dr. Frank Bier - Dirk Böhme - Eduard Bongaerts - Petra Brandt - Carsten Buschina -  Martin Clemm - Mathanja Clemm – Alberte Cramer-Bondeau – Prof. Dr. Wolfgang Cramer - Dirk von Daacke - Ute von Daacke - Volker Devermann - Rainer Dietz - Katja Dinges - Heike Dörder - Tim Dörder - Ernst Dörder - Hiltraut Dörder - Greta Dombrowski -  Franziska Donner - Sigrid Dräger - Stephanie Dräger - Hella Drohla - Christiane Dronski - Bettina Dürmuth - Prof. Dr. Hansjörg Elshorst - Heide Evers - Birgit Flemmer - Werner Fontanive - Thomas Franz - Svenja Fregin - Familie Friedel - Gerrit Friedrich - Volker Fritzsche - Susann Fritzsche - Martin Fuchs - Ulla Fuchs - Dr. Sabine Gerstmayr - Martina Gorf - Jan Groß - Marion Haak - Anja-Katharina von der Hagen - Albrecht von der Hagen - Dieter Hänchen - Holger Hainke - Rita Hamlischer - Karin Hansen-Becker - Isabella Hartel - Hartmut Hartwig - Dr. Martin Hecker - Anna-Maria Hecker - Heinz Heilmann - Volker Hennings - Dr. Ute Herholz - Yvonne Heyden - Uwe-Karsten Heye - Joachim Hiersemann - Ingolf Hildebrandt - Gadi Hildebrandt - Rolf Hildebrandt - Tina Hildebrandt - Juliane Hofmann - Prof. Dr. Katharina Hölzle - Dr. Philipp Hölzle - Dr. Karl Christoph von Hülsen - Dorothea von Hülsen - Uta Hunger - Jens Hunger - Kerstin Jürgens - Dr. Babette Kaiserkern - Maik Kanzok - Norbert Kentrup - Maren Kern - Jutta Keuning - Sybille Kinne - Olaf Kinne - Heidrun Klebahn-Bier - Thomas Klein - Hadio Kollmorgen - Christine Knoblauch - Andrea Knuth - Margrit Kolck - Matthias Kolck - Katja Koppe - Thomas Koppe - Anton Koppe - Luis Koppe - Finja Koppe - Henry Kral - Sascha Krämer - Sonja Krause - Dr. Martin Kübler - Josephine Kübler - Andreas Kübler - Ira von Kunhardt - Felix von Kunhardt - Anne Kunz - Susan Laboga - Siegfried Lachman - Kathrin Landmann - Anke Langbehn - Friederike Lauruschkus - Martin Leeder - Cordelia Leeder - Sina Lehmberg - Carla Lehmberg - Klaus Lehmberg - Ingo Lembcke - Christiane Lindner - Ursula Lüde - Andreas Lüdke - Carmen de Luna - Prof. Dr. Bruno Mackert - Isabel Mackert - Stefan Maaß - Heike Martins - Kai-Phillip Marx - Georg Maske - Birgit Maske - Matthias Meißner - Sahra Mattes - Dr. Ivonne Metzing - Ingolf Metzing - Dr. Rainer Möller - Dr. Ulrich Mohn - Gisela Mohn - Günther Molitor - Dr. Sigrid Müller - Christoph Niendorf - Harald Obersat - Stephan Klaus Ohme - Ute Ohme - Dagmar Papula - Vera Pastor - Dr. Carl Polonyi - Norbert Potthast - Detlef Prößdorf - Dr. Walter Raffauf - Christiane Raffauf - Stefanie Rahmsdorf - Prof. Dr. Stefan Rahmsdorf - Reinhold Reitschuster - Ines Reppschläger - Lothar Reppschläger - Heidrun Reppschläger - Frank Rettkowski - Gudrun Ritter - Heike Rohmann - Bianca Rutsch - Gerald Rynkowski - Holger Sack - Dirk Sager - Olaf Sam - Erhard Schadow - Dr. Hans-Jürgen Scharfenberg - Hans-Jürgen Schiller - Peggy Schleser - Volker Schlöndorff - Anja Schmidt - Dr. Gudrun Schneider - Dr. Friedbert Schneider - Ursula de Schorlemer - Gabriele Schott - Helga Schütz - Dr. Rochus Schütz - Werner Schulze - Dr. Eberhard Seybold - Dora Seiffert - Michael Siegl - Annegret Simon-Sack - Mirjam Sohar - Glenn Rüdiger Sowade - Susanne Sperling - Dietrich Sperling - Amrita Staps - Georg Stauffenberg - Manuela Stehr - Christian Stein - Luzie Stindt - Klaus Strohbücker - Anita Tack - Andrea Teufel - Irene Thöne - Christian Thöne - Amrita Torosa - Alexandra Treske - Elke Vogel - Peer Vogel - Alf Vogel - Dr. Frank Walter-von Gierke - Dr. Kerstin Walter - Günther Waschkuhn - Elke Welten - Simon Welten - Dirk Wendt - Anneli Wendt Gabriela Wersch - Michael Wersch - Andrea Wicklein - Ralf Wittkowski - Ines Worseck - Dr. Stephan Worseck - Armin Wulff - Christiane Zender - Wolfgang Zender - Dr. Dominika  Zero-Sam - Horst Zeun - Christa Ziese - Herbert Ziese - Ulrich Zimmermann

6.000 Unterschriften für den freien Uferweg am Griebnitzsee